Alpenüberquerung für Anfänger – die richtige Tour finden
Auch Anfänger können die Alpen zu Fuß überqueren – entscheidend sind die richtige Route, eine realistische Selbsteinschätzung und eine gute Vorbereitung
Alpenüberquerung für Anfänger – die richtige Tour finden
Eine Alpenüberquerung zu Fuß klingt für viele zunächst nach einer Herausforderung, für die man besonders fit, bergerfahren oder vielleicht sogar ein kleiner Leistungssportler sein muss. Das stimmt so nicht. Heute gibt es ganz unterschiedliche Möglichkeiten, die Alpen zu überqueren – von komfortablen Touren mit moderaten Höhenmetern und Gepäcktransport bis zu anspruchsvollen Hüttentouren auf alpinen Bergwegen.
Wer ein wenig sportlich ist und gerne wandert, kann sich den Traum von der ersten Alpenüberquerung durchaus erfüllen. Man muss dafür weder Marathonläufer noch Bergprofi sein. Entscheidend ist, eine Tour auszuwählen, die zur eigenen Kondition und Bergerfahrung passt.
Denn eine Alpenüberquerung darf fordern. Genau darin liegt schließlich ein Teil ihres Reizes. Sie sollte aber nicht überfordern.
Eine Alpenüberquerung darf an die eigenen Grenzen führen – aber nicht dauerhaft darüber hinaus. Die passende Tour macht aus Anstrengung ein echtes Bergerlebnis.
Die richtige Herausforderung macht den Unterschied
Es gehört zu den schönsten Erlebnissen am Berg, etwas geschafft zu haben, das man sich vorher vielleicht nicht ganz zugetraut hätte. Nach einem langen Aufstieg auf einem Gipfel oder Pass zu stehen und zu denken: Wow, das habe ich geschafft – genau solche Momente bleiben oft noch Jahre später in Erinnerung.
Die schönsten Bergerlebnisse liegen manchmal nur zwei Millimeter außerhalb der eigenen Komfortzone.
Doch der Grat zwischen Herausforderung und Überforderung ist schmal. Wer eine ganze Woche das Gefühl hat, der Gruppe nur hinterherzulaufen, ständig Letzter zu sein und jeden Tag bereits am persönlichen Limit zu starten, wird irgendwann kaum noch Freude an der Landschaft haben.
Und schließlich soll eine Alpenüberquerung trotz aller sportlichen Ambitionen auch Urlaub sein.
Unser Tipp: Wählen Sie für Ihre erste Alpenüberquerung lieber eine Tour, bei der Sie noch Reserven haben. Steigern können Sie Höhenmeter, Gehzeiten und technische Anforderungen bei der nächsten Tour immer noch.
Nicht die Kilometer entscheiden: Höhenmeter, Wegbeschaffenheit und Rucksack machen den Unterschied
Was Anfänger bei einer Alpenüberquerung häufig unterschätzen
Wer regelmäßig wandert oder Sport treibt, kann seine Kondition meist recht gut einschätzen. Schwieriger wird es mit Faktoren, die man aus dem Alltag oder vom Wandern im Flachland kaum kennt.
1.000 Höhenmeter, sechs Stunden auf einem roten Bergweg oder ein acht Kilogramm schwerer Rucksack sind abstrakte Angaben – bis man sie einmal selbst erlebt hat.
In den Bergen zählen nicht nur Kilometer: Höhenmeter und Gelände bestimmen die tatsächliche Anstrengung
8 Kilometer sind in den Bergen nicht einfach 8 Kilometer
„Nur acht Kilometer und dafür sechs Stunden Gehzeit?“ Diese Frage hören wir immer wieder.
Der Grund sind meist die Höhenmeter und die Beschaffenheit der Wege. Wer auf acht Kilometern gleichzeitig 1.000 Höhenmeter aufsteigt, bewegt sich in einer völlig anderen Welt als bei einem acht Kilometer langen Spaziergang im Flachland.
Steile Anstiege kosten Kraft, Abstiege beanspruchen Muskeln und Gelenke und auf unebenem Gelände kommt man deutlich langsamer voran. Dazu kommt: Bei einer Alpenüberquerung wartet am nächsten Morgen die nächste Etappe.
Deshalb sollten Einsteiger bei der Auswahl einer Tour nicht zuerst auf die Kilometer schauen, sondern auf Höhenmeter, Gehzeiten und technische Schwierigkeit.
Trittsicherheit heißt: Auch auf steinigen und unebenen Bergwegen sicher unterwegs zu sein
Was bedeutet eigentlich „trittsicher“?
Der Begriff steht in vielen Tourenbeschreibungen – aber gerade wer noch wenig Erfahrung in den Alpen hat, kann damit oft nicht viel anfangen.
Trittsicherheit bedeutet, sich auch über längere Zeit sicher und kontrolliert auf unebenem Gelände bewegen zu können. Steine, Geröll, Wurzeln, größere Stufen, schmale Wege oder steilere Passagen sollten nicht bei jedem Schritt Unsicherheit verursachen.
Dabei geht es nicht nur um die Füße.
Auf einem anspruchsvolleren Bergweg ist stundenlange Konzentration erforderlich. Bei einer achtstündigen Tour kann es durchaus sein, dass man sechs oder sieben Stunden überwiegend auf den Weg vor sich schaut. Ein unachtsamer Schritt auf losem Geröll oder einem Stein genügt, um zu stolpern oder umzuknicken.
Das ist körperlich und mental anstrengender, als viele Einsteiger erwarten.
Und wichtig: Kondition und Trittsicherheit sind zwei verschiedene Dinge. Wer problemlos 20 Kilometer im Flachland wandert, ist deshalb nicht automatisch trittsicher auf einem alpinen Bergweg.
Rote Bergwege erfordern Trittsicherheit und Konzentration – oft über viele Stunden hinweg
Blau, Rot, Schwarz – was bedeutet ein roter Bergweg?
In allen Alpenregionen werden Bergwege nach ihrer Schwierigkeit eingestuft. Österreich hat vor ein paar Jahren angefangen, die Kennzeichnung der Bergwege ähnlich der Skipisten einzuteilen:
Blau steht für leichte, Rot für mittelschwere und Schwarz für schwierige Bergwege. Die genaue Klassifizierung kann regional etwas unterschiedlich sein.
Viele klassische Hüttentouren und auch Abschnitte des E5 führen über rote Bergwege.
„Mittelschwer“ bedeutet dabei nicht, dass man gemütlich auf einem breiten Wanderweg unterwegs ist. Ein roter Bergweg kann schmal, steinig oder geröllig sein, größere Stufen enthalten und abschnittsweise durch steiles oder ausgesetztes Gelände führen.
Wer einen solchen Weg mehrere Stunden geht, muss sich immer wieder bewusst auf den nächsten Schritt konzentrieren. Die Landschaft genießen? Unbedingt. Aber eben dort, wo Gelände und Situation es zulassen.
Zwei Stunden am Stück können lang werden – zum Glück gibt es unterwegs manchmal tierische Ablenkung
Zwei Stunden am Stück – auch das will trainiert sein
Bei geführten Bergtouren hat sich im Alpenraum eine Faustformel bewährt: Etwa zwei Stunden wird gegangen, anschließend folgt eine Pause.
Natürlich richtet sich ein Bergführer immer nach Gelände, Wetter und Situation. Trotzdem sollte man nicht davon ausgehen, alle 15 Minuten eine Trink- oder Fotopause einlegen zu können.
Auch das lässt sich hervorragend trainieren: Gehen Sie bei Ihren Vorbereitungstouren bewusst einmal anderthalb bis zwei Stunden ohne längere Pause.
Praktischer Tipp: Ein Trinksystem mit Schlauch ist auf einer Alpenüberquerung sehr angenehm. So kann man unterwegs regelmäßig kleine Mengen trinken, ohne jedes Mal den Rucksack abzusetzen.
Am Berg gehört das richtige Tempo auch zur Sicherheit
Warum die Gruppe nicht einfach viel langsamer gehen kann
Ein Satz fällt nach geführten Touren immer wieder:
„Wir waren doch schon am frühen Nachmittag auf der Hütte. Dann hätten wir doch auch viel langsamer gehen können.“
Was zunächst logisch klingt, hat einen wichtigen Hintergrund: Zeitreserven sind am Berg ein Sicherheitsfaktor.
Verletzt sich unterwegs jemand, verschlechtert sich das Wetter oder muss sogar eine Rettung organisiert werden, können schnell mehrere Stunden vergehen. Ein Bergführer muss sich dann nicht nur um den betroffenen Teilnehmer kümmern, sondern anschließend auch die übrige Gruppe sicher zum Tagesziel bringen.
Deshalb werden Etappen so geplant, dass unter normalen Bedingungen genügend Reserve bleibt. Das lange Tageslicht im Sommer bedeutet nicht, dass eine Gruppe ihre Ankunft von vornherein bis in die Abendstunden planen sollte.
Der Bergführer hat die ganze Gruppe im Blick – und trägt Verantwortung dafür, dass alle sicher ans Ziel kommen
Der Bergführer trägt Verantwortung für die ganze Gruppe
Bei einer geführten Alpenüberquerung trägt der Bergführer Verantwortung für die Sicherheit der Teilnehmer und der gesamten Gruppe.
Stellt sich heraus, dass Kondition, Trittsicherheit oder technische Fähigkeiten eines Teilnehmers für die weitere Tour nicht ausreichen, kann er deshalb entscheiden, dass dieser die Tour nicht fortsetzen kann.
Das ist der absolute Ausnahmefall (und in über 10 Jahren bei uns nur ein einziges Mal passiert) – aber die Entscheidung dient letztlich der Sicherheit aller Beteiligten.
Und ein Abbruch in den Bergen ist komplizierter als bei einer Wanderung vor der Haustür. Je nach Route muss man zunächst ins Tal absteigen, einen Ort oder eine Bushaltestelle erreichen und anschließend selbstständig zur nächsten Unterkunft oder zurück zum Ausgangspunkt gelangen.
Auch deshalb empfehlen wir: Bei der ersten Alpenüberquerung lieber etwas konservativer auswählen.
Jedes Kilo im Rucksack begleitet Sie bergauf und bergab – Gepäcktransport macht einen spürbaren Unterschied
Der Rucksack wandert jeden Höhenmeter mit
Bei einer Hüttentour trägt man alles, was man für mehrere Tage benötigt, selbst. Schnell kommen dabei rund acht Kilogramm zusammen.
Das klingt zunächst überschaubar. Nach einigen Stunden und mehreren hundert Höhenmetern fühlt es sich allerdings anders an – und auch beim Abstieg macht sich das zusätzliche Gewicht bemerkbar.
Eine Alpenüberquerung mit Gepäcktransport kann für Einsteiger deshalb eine erhebliche Erleichterung sein. Statt des kompletten Gepäcks trägt man nur einen Tagesrucksack mit ungefähr vier Kilogramm.
Das spart Kraft und macht es leichter, sich auf Wege und Landschaft zu konzentrieren.
Hüttenromantik gehört dazu – ebenso wie Schnarchen, Stirnlampen und manchmal erstaunlich kurze Nächte. 😉
Und dann wäre da noch die Sache mit den Hüttennächten …
Eine Hüttentour gehört für viele zum echten Bergerlebnis dazu. Gemütlich zusammensitzen, gemeinsam essen und morgens mitten in den Bergen aufwachen – das hat zweifellos seinen Reiz.
Nur sollte man die Regeneration nicht überschätzen.
Irgendjemand schnarcht fast immer. Irgendjemand muss nachts zur Toilette. Und irgendjemand stolpert dabei über einen Rucksack und leuchtet mit seiner Stirnlampe einmal quer durchs Zimmer. 😉
Wer schlecht geschlafen hat, startet am nächsten Morgen trotzdem zur nächsten Etappe.
Eine Alpenüberquerung mit Hotelübernachtungen bietet deshalb gerade für Anfänger einen nicht zu unterschätzenden Vorteil: bessere Regeneration. Eigenes Zimmer, Dusche, bequemes Bett – und am nächsten Morgen fühlen sich müde Beine häufig schon wieder ganz anders an.
Für Einsteiger gilt: lieber moderat starten – mit einfachen Wegen, weniger Höhenmetern und Gepäcktransport
Welche Alpenüberquerung eignet sich für Anfänger?
Die gute Nachricht: Es gibt heute Alpenüberquerungen für ganz unterschiedliche Voraussetzungen. Wer ein wenig sportlich ist, muss nicht jahrelang Bergerfahrung sammeln, bevor er die Alpen zu Fuß überqueren kann.
Für die erste Tour würden wir vor allem auf vier Dinge achten:
Moderate Höhenmeter: Lieber zunächst etwas weniger und sehen, wie der Körper auf mehrere Wandertage hintereinander reagiert.
Technisch einfachere Wege: Wer noch wenig Erfahrung im alpinen Gelände hat, sollte nicht gleich viele Stunden täglich auf anspruchsvolleren Bergwegen verbringen.
Gepäcktransport: Ein leichter Tagesrucksack spart erheblich Kraft.
Hotelkomfort: Gute Nächte verbessern die Regeneration und machen mehrere Wandertage hintereinander deutlich angenehmer.
Eine Alpenüberquerung wird schließlich nicht weniger schön, nur weil man ein paar Höhenmeter weniger läuft und abends im Hotel übernachtet.
Die passende Einsteigertour lässt genug Luft zum Genießen – schließlich soll es auch Urlaub sein. 😉
Unsere schönsten Alpenüberquerungen für Einsteiger
Für die erste Alpenüberquerung haben wir einige Touren ganz bewusst so konzipiert, dass der Einstieg ins mehrtägige Wandern möglichst gut gelingt. Mit diesen Reisen haben wir über viele Jahre sehr gute Erfahrungen gemacht.
Die Wege bewegen sich überwiegend im leichten bis mittelschweren Bereich, die täglichen Höhenmeter und Gehzeiten sind moderat und das Hauptgepäck wird von Unterkunft zu Unterkunft transportiert. Abends warten Hotels oder Pensionen – und damit ein bequemes Bett und eine erholsame Nacht für die nächste Etappe.
So bleibt genug Herausforderung, um das besondere Gefühl einer Alpenüberquerung zu erleben, aber gleichzeitig genügend Reserve, um unterwegs auch die Landschaft genießen zu können.
Für die erste Alpenüberquerung empfehlen wir besonders:
Alpenüberquerung vom Tegernsee nach Sterzing
Alpenüberquerung mit Komfort: Genießen Sie Übernachtungen in Hotels und Ihren Gepäcktransport
Gehzeiten bis maximal 6 Stunden, häufig jedoch mit ca. 4-5 Stunden etwas geringer.
Schwierigkeit: sehr leicht
Keine Angaben. Mehr Infos finden Sie auf der Detail Seite
Alpenüberquerung vom Königssee zu den Drei Zinnen mit Hotelkomfort
Entdecken Sie die Alpen in all ihrer Vielfalt auf einer Wanderreise durch den Nationalpark Berchtesgaden, die hohen Tauern und den Naturpark Drei Zinnen
Gehzeiten bis maximal 6 Stunden, häufig jedoch mit ca. 4-5 Stunden etwas geringer.
Schwierigkeit: sehr leicht
Keine Angaben. Mehr Infos finden Sie auf der Detail Seite
Sie möchten dagegen ganz bewusst ausprobieren, ob auch eine Hüttentour für Sie infrage kommt? Wer bereits erste Erfahrungen mit Tagestouren in den Alpen gesammelt hat, kann sich zunächst an einem verlängerten Wochenende herantasten.
Hüttentouren sind auch für Einsteiger möglich – etwas Bergerfahrung und die passende Tour vorausgesetzt.
Hüttentour als Anfänger? Es kommt darauf an
Wer noch nie in den Alpen gewandert ist, sollte unserer Erfahrung nach nicht unbedingt mit einer mehrtägigen Hüttentour beginnen. Eine Alpenüberquerung mit Hotelkomfort und Gepäcktransport bietet einen wesentlich sanfteren Einstieg.
Anders sieht es aus, wenn bereits erste Erfahrungen vorhanden sind. Wer schon alpine Tagestouren gemacht hat, Höhenmeter kennt und sich auf Bergwegen sicher bewegt, kann durchaus bereit für die erste Hüttentour sein.
Und wer sich nicht sicher ist, kann es einfach ausprobieren – ohne gleich eine ganze Woche einzuplanen.
Erst einmal ausprobieren: Drei Tage reichen oft, um Höhenmeter, Rucksack und Hüttenleben kennenzulernen
Drei Tage testen statt sieben Tage hoffen
Eine kurze Hüttentour über ein verlängertes Wochenende ist ein hervorragender Test für eine spätere Alpenüberquerung.
Unsere 3-Tage-Tour durch die Allgäuer Alpen eignet sich beispielsweise gut, um genau die Dinge kennenzulernen, die man vorher nur schwer einschätzen kann: mehrere Tage hintereinander wandern, Höhenmeter bewältigen, längere Gehzeiten, einen Hüttenrucksack tragen und auf Berghütten übernachten.
Danach wissen Sie wesentlich besser, was zu Ihnen passt.
Vielleicht lautet das Fazit: Großartig – beim nächsten Mal eine ganze Woche!
Vielleicht aber auch: Die Berge unbedingt wieder – aber das nächste Mal bitte Hotel und Gepäcktransport.
Beides ist eine wertvolle Erkenntnis.
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Drei Tage Allgäuer Alpen
Der ideale Einstieg in mehrtägige Hütten-Wanderungen
Unser Tipp: Machen Sie vor Ihrer Alpenüberquerung den Wochenendtest
Auch wer eine Hotel-Alpenüberquerung plant, sollte vorher ausprobieren, wie der Körper auf mehrere längere Wandertage hintereinander reagiert.
Nehmen Sie sich dafür ein Wochenende Zeit. Unternehmen Sie am Samstag eine längere Wanderung und am Sonntag gleich die nächste. Versuchen Sie, möglichst viele Höhenmeter einzubauen, und tragen Sie ungefähr das Rucksackgewicht, das Sie später auf Ihrer Reise dabeihaben werden.
Und dann kommt der eigentliche Test am Montag.
Wie fühlen sich Beine und Füße an? Gibt es Schmerzen? Sind Sie angenehm müde – oder völlig erschöpft?
Denn bei einer Alpenüberquerung müssten Sie am Montagmorgen nicht ins Büro, sondern würden wieder Ihre Wanderschuhe anziehen und zur nächsten Etappe starten. 😉
Welche Alpenüberquerung passt zu Ihnen? Wir beraten Sie gerne persönlich und finden gemeinsam die richtige Tour
Unsicher, welche Alpenüberquerung zu Ihnen passt?
Gerade bei der ersten Alpenüberquerung ist es schwierig, die eigene Erfahrung anhand von Gehzeiten, Höhenmetern und Schwierigkeitsangaben richtig einzuordnen.
Genau dafür sind wir da.
Erzählen Sie uns am Telefon, welche Wanderungen Sie bisher gemacht haben, welche Höhenmeter Sie gewohnt sind, wie sportlich Sie sind und was Sie sich von Ihrer ersten Alpenüberquerung wünschen.
Wir beraten Sie gerne persönlich und helfen Ihnen dabei, eine Tour zu finden, die zu Ihrer Kondition und Erfahrung passt – und bei der Sie sich vielleicht genau die berühmten zwei Millimeter aus Ihrer Komfortzone herauswagen können.
Denn die schönste erste Alpenüberquerung ist nicht unbedingt die anspruchsvollste, die man gerade noch schafft.
Es ist die, bei der Herausforderung und Genuss im richtigen Verhältnis stehen.
Noch Fragen? Hier finden Sie die wichtigsten Antworten rund um Ihre erste Alpenüberquerung
Häufige Fragen zur Alpenüberquerung für Anfänger
Kann man als Anfänger eine Alpenüberquerung schaffen?
Ja. Für eine Alpenüberquerung muss man weder Leistungssportler noch erfahrener Bergsteiger sein. Entscheidend ist, eine Route zu wählen, die zur eigenen Kondition und Bergerfahrung passt.Für Einsteiger eignen sich besonders Touren mit moderaten Höhenmetern und Gehzeiten, technisch einfacheren Wegen, Gepäcktransport und Hotelübernachtungen. Wer noch nie in den Alpen gewandert ist, sollte nicht unbedingt mit einer anspruchsvollen Hüttentour beginnen.
Wie fit muss man für eine Alpenüberquerung sein?
Eine gewisse Grundkondition sollte vorhanden sein. Viel wichtiger als sportliche Höchstleistungen ist jedoch, mehrere Tage hintereinander mehrere Stunden wandern zu können. Wer sich vorbereitet, sollte deshalb nicht nur einzelne lange Wanderungen unternehmen. Ein Wochenende mit zwei längeren Touren hintereinander vermittelt ein wesentlich realistischeres Gefühl dafür, wie der Körper auf die Belastung reagiert. Auch längere Abschnitte von etwa zwei Stunden am Stück sollten Sie im Training ausprobieren
Wie viele Höhenmeter sind für Anfänger geeignet?
Darauf gibt es keine allgemeingültige Zahl. 600 Höhenmeter auf einem einfachen Weg können sich völlig anders anfühlen als dieselbe Höhendifferenz auf steinigem oder technisch anspruchsvollerem Gelände. Für die erste Alpenüberquerung empfehlen wir, bewusst eine Tour mit moderaten Höhenunterschieden zu wählen und noch etwas Reserve einzuplanen. Wer anschließend feststellt, dass noch deutlich mehr möglich gewesen wäre, hat für die nächste Alpenüberquerung bereits ein neues Ziel.
Welche Alpenüberquerung ist für Anfänger geeignet?
Besonders angenehm für Einsteiger sind Alpenüberquerungen mit Hotelübernachtungen und Gepäcktransport, moderaten Tagesetappen und technisch eher einfachen Wegen. Welche konkrete Route am besten passt, hängt aber auch davon ab, ob bereits Wandererfahrung in den Alpen vorhanden ist. Ein sportlicher Wanderanfänger ohne alpine Erfahrung braucht eine andere Tour als jemand, der regelmäßig Tagestouren in den Bergen unternimmt und lediglich noch nie mehrere Tage hintereinander unterwegs war.
Ist der E5 für Anfänger geeignet?
Der klassische E5 ist zwar für viele Wanderer die bekannteste Alpenüberquerung, aber nicht automatisch die beste erste Alpenüberquerung für jeden Anfänger. Längere Etappen, viele Höhenmeter, rote Bergwege, die notwendige Trittsicherheit und – je nach Variante – Hüttenübernachtungen mit entsprechendem Rucksackgewicht können die Tour anspruchsvoller machen, als es die reinen Kilometerzahlen vermuten lassen. Wer bereits alpine Wandererfahrung besitzt, trittsicher ist und sich entsprechend vorbereitet hat, kann den E5 durchaus als erste mehrtägige Alpenüberquerung wählen. Wer dagegen noch nie in den Alpen gewandert ist, findet heute deutlich sanftere Möglichkeiten, das Erlebnis Alpenüberquerung kennenzulernen.
Was bedeutet Trittsicherheit beim Wandern?
Trittsicherheit bedeutet, sich auch auf unebenen, steinigen, gerölligen oder schmaleren Wegen sicher und kontrolliert bewegen zu können. Dazu gehört nicht nur die körperliche Fähigkeit, sondern auch die Konzentration. Auf alpinen Bergwegen muss der Blick über viele Stunden immer wieder auf den Weg und den nächsten sicheren Schritt gerichtet sein. Trittsicherheit lässt sich trainieren – am besten nicht auf dem Laufband, sondern durch Wanderungen auf möglichst unterschiedlichen natürlichen Untergründen.
Hüttentour oder Hotel – was ist für Anfänger besser?
Wer noch keinerlei Erfahrung mit mehrtägigen Bergtouren hat, ist mit einer Hotel-Alpenüberquerung häufig besser beraten. Gepäcktransport entlastet zusätzlich, und eine erholsame Nacht hilft bei der Regeneration. Wer dagegen bereits alpine Tagestouren unternommen hat und einmal ausprobieren möchte, ob eine Hüttentour das Richtige ist, kann zunächst eine kurze Tour über zwei oder drei Nächte wählen. So lässt sich herausfinden, wie man mit Hüttenübernachtungen, Rucksackgewicht und mehreren Wandertagen hintereinander zurechtkommt, ohne gleich eine ganze Woche unterwegs zu sein.
Muss ich für eine Alpenüberquerung trainieren?
Ja – auch bei einer leichteren Alpenüberquerung ist Vorbereitung sinnvoll. Dabei geht es weniger um einen ausgefeilten Leistungssport-Trainingsplan als darum, den Körper an genau die Belastung zu gewöhnen, die später auf ihn zukommt. Wandern Sie regelmäßig, bauen Sie Höhenmeter ein, tragen Sie Ihren späteren Tagesrucksack und trainieren Sie auch längere Abschnitte ohne Pause.
Über die Autorin
Stefanie Fink
Gründerin & Reiseexpertin
Stefanie Fink ist seit ihrer Kindheit in den Bergen unterwegs. Ihre Leidenschaft für die Alpen und ihr Gespür für besondere Routen machen sie zur echten Expertin für alpine Erlebnisse. Als Gründerin teilt sie hier wertvolle Tipps, Inspiration und echtes Berggefühl.