Alpenstieg Hintergrund Winter

HMS

Bild: Petzl

Die Sicherung mit Halbmastwurf ist quasi die Mutter aller Sicherungstechniken. Häufig wird sie als Erstes erlernt, man benötigt dazu kein Sicherungsgerät (sondern nur einen HMS-Karabiner) und kann sie problemlos im Vor- und Nachstieg einsetzen. Der Halbmastwurf wird einfach in den HMS-Karabiner eingelegt und schon kann es losgehen.

Vorteile

  • Universell einsetzbar: Für Vor- und Nachstieg sowie für die Körpersicherung (eher Halle) und Fixpunktsicherung (eher Berg) geeignet.

  • Hohe Bremswirkung, der sichernde Kletterpartner kann seinen Partner bei einem Sturz ohne großen Kraftaufwand abfangen.

  • Sehr wenig Materialaufwand (der HMS-Karabiner ist leicht, und man hat ihn eigentlich auch immer dabei).

  • Einfaches und schnelles Einziehen und Ausgeben des Seils.

 

Nachteile

  • Es kommt häufig zu einer Krangelbildung, was das Seilhandling nicht einfacher macht.

  • Durch die Seilreibung kommt es beim Ablassen zu einer verstärkten Seilabnutzung.

  • Durch das relativ rasche Abbremsen kommt es zu einem etwas härteren Sturz als beispielsweise mit einem Tuber.

  • Wenn die Technik in der Halle im Toprope-Bereich eingesetzt wird und sich der Kletterpartner häufiger im Seil ausruht, wird das Halten des Seils auf Dauer anstrengend und kostet unnötige Kraft.