Alpenstieg Hintergrund Winter

Akklimatisierung - aber richtig!

Es sind hauptsächlich drei Kriterien, die Sie für eine richtige Akklimatisierung beachten sollten:

Hoch steigen – tief schlafen
„Climb high- sleep low“

  • Wählen Sie die Schlafhöhe möglichst tief
  • Nicht mehr als 300 bis 500 Hm an täglichem Schlafhöhengewinn
  • Legen Sie alle 1.000 Hm einen zusätzlichen Ruhetag ein

 

Nicht zu schnell zu hoch steigen
„Don’t go too high too fast“

  • Steigen Sie nicht zu schnell zu weit hinauf
  • Vermeiden Sie anaerobe Anstrengungen in der Anpassungsphase
    (anearob bedeutet sehr vereinfacht gesagt, Sie müssen sich sehr anstrengen und kommen arg ins „Schnaufen“)
  • Benutzen Sie möglichst keine Aufstiegshilfen (auch wenn sie verlockend sind)

 

Nicht weiter aufsteigen, solange die Symptome nicht besser werden
„Don’t go up until symptoms go down“

  • Wenn Sie Frühzeichen einer Höhenkrankheit bei sich oder anderen feststellen, steigen Sie nicht weiter hinauf

 

Während des Akklimatisierungsprozesses sollten Sie auch immer an eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr denken, um das Thrombose- und Erfrierungsrisiko zu senken. Wählen Sie zusätzliche eine kohlenhydratreiche Ernährung, um Ihre Energiespeicher nach anstrengenden Touren wieder aufzufüllen.

Wann ist man eigentlich gut akklimatisiert?

Wenn Sie feststellen, dass Ihr Ruhepuls und die Ausdauerleistung wieder in etwa dem Niveau von zu Hause entsprechen, sind Sie auf dem besten Weg. Auch die Atmung sollte sowohl während der Ruhephasen als auch bei Belastung vertieft und in der Nacht periodisch sein (also mit zunehmender Höhe normal). Sie sollten genügend Flüssigkeit ausscheiden (Höhendiurese), denn auch eine verringerte Ausscheidung kann ein Zeichen von Adaptionsstörungen sein.