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Grigri

Bild: Petzl - Grigri II
Bild: Petzl - Grigri II

Beim Grigri handelt es sich um das halbautomatische Sicherungsgerät des Herstellers Petzl. Der etwas merkwürdige Name stammt aus Afrika. Das Grigri bezeichnet ein Schutzamulett, das die Touareg-Frauen ihren Männern auf Reisen mitgaben.

Die Funktionsweise erinnert ein bisschen an den Sicherheitsgurt im Auto. Auch beim Grigri wird der Seildurchlauf bei langsamem Ziehen nicht blockiert. Durch ruckartiges Ziehen am Seil wird es jedoch vollständig blockiert - und das ganz ohne Zutun des Sichernden. Wenn der Hebel am Gerät gezogen wird, löst sich das Seil, und der Kletterpartner kann dann beispielsweise abgelassen werden.

Vorteile

  • Das Gerät blockiert selbstständig, d.h. völlig unabhängig vom Sicherungspartner und dessen Aufmerksamkeit, sogar dann, wenn dieser die Hände gar nicht am Seil hat.

  • Der Sichernde kann seinen Kletterpartner ohne Kraftaufwand problemlos halten. Das Grigri ist damit perfekt für den Toprope-Bereich geeignet. Für all die Routen, die am Limit sind und bei denen man häufig im Seil sitzt.

  • Das Seil krangelt nicht.

 

Nachteile

  • Das Grigri blockiert bei einem Sturz immer vollständig. Dynamisches Sichern, also ein reguliertes Abbremsen, ist somit nicht möglich.

  • Eine Sicherung an Fixpunkten z.B. an einem Stand ist nicht möglich.

  • Das Ausgeben des Seils im Vorstiegsbereich ist relativ mühsam (wird für die Seilausgabe zu schnell am Seil gezogen, blockiert auch hier das Gerät).

  • Bei einem zu geringen Seildurchmesser blockiert das Gerät nicht, bzw. nur unvollständig. Für das alte Modell gibt Petzl Seildurchmesser an, die 9,8mm nicht unterschreiten dürfen. Für das neue Grigri 2 sollten Seildurchmesser von 8,9 bis -11mm verwendet werden.